Hydrocephalus

Es ist der erste seiner Art in ganz Kirgistan: Am 6. Juni 2016 weihte der weltweit führende Neurochirurg Professor Dr. Madjid Samii (Präsident des International Neuroscience Institute INI Hannover) den von der Stiftung Zuversicht für Kinder gebauten und auf europäischem Niveau ausgestatteten Operationssaal für die neurochirurgische Behandlung von Kindern ein.

Professor Samii ist Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung und brachte ein internationales Team führender Kinder-Neurochirurgen mit in die kirgisische Hauptstadt Bischkek, die in den Folgetagen erfolgreich die ersten Operationen von Kindern mit Hydrocephalus („Wasserkopf“) in dem neuen Operationssaal durchführten.

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Der Hydrocephalus ist weltweit eine der häufigsten neurologischen Fehlbildungen bei Säuglingen und Kindern. Rd. 80% davon werden in Ländern mit eingeschränktem oder ohne Zugang zu adäquater neurochirurgischer Versorgung geboren. Unbehandelt, zusätzlich zu Schmerzen und Leiden, führt Säuglings-Hydrocephalus zu erheblichen Hirnschäden, schwerer Entwicklungsverzögerung, Blindheit. 90 Prozent der unbehandelten Hydrocephalus-Kinder erleidet irreversible neurologische Defizite oder einen frühen Tod. In den seltenen Fällen, in denen ein betroffenes Kind überlebt, führen neurologische Defizite und das entstellte Aussehen aufgrund des ungewöhnlich vergrößerten Kopfumfangs zu sozialer Isolation.

Der Projekt-Einstieg ist bewusst am bewährten Standort – dem National Center for Maternity and Childhood Protection in Bischkek/Kirgistan - erfolgt. Hier wurde in den vergangenen 13 Jahren bereits sehr erfolgreich ein interdisziplinäres Behandlungszentrum für Kinder mit Gesichtsfehlbildungen etabliert.

Die pädiatrische Neurochirurgie der nationalen Kinderklinik in Bischkek verfügt über 25 Betten. Es gab bisher keinen eigenen OP und kein neurochirurgisches Instrumentarium. Man operierte in einem allgemeinen OP mit allgemeinchirurgischen Instrumenten, die von allen chirurgischen Abteilungen benutzt werden. Es waren keine speziellen Instrumente für Kinder vorhanden. Aufgrund des fehlenden Neuroendoskops war es insbesondere unmöglich, die neuroendoskopische Öffnung des Bodens des 3. Ventrikels durchzuführen, die heutzutage in über 40 Prozent der Fälle eine Hydrocephalus-Behandlung ohne Shunt-Anlage erlaubt. In Kirgistan wurden ausschließlich VP-Shunts gelegt. In dem neuen Operationssaal ist die Möglichkeit jetzt gegeben. Prof. Concezio Di Rocco hat sich bereit erklärt, die kirgisischen Kollegen in der endoskopischen Versorgung zu schulen.

Im Rahmen des dritten Team-Einsatzes im September 2018 war es schließlich soweit: Die kirgisischen Neurochirurgen führten unter Aufsicht von Prof. Di Rocco und Prof. Luca Massimi selbständig ihre erste endoskopische Operation durch.

Sonne International – Spende von € 5.000,-

Sonne International

Nach 2018 haben wir auch heuer den Verein Sonne International  (Sonne Sozial Organization (SSO)) und deren Projekt in Yangon, Myanmar unterstützt. SONNE-International ist seit 2008 in Myanmar tätig. Seither werden vielfältige Projekte zur Unterstützung von gefährdeten Kindern und Jugendlichen durchgeführt.
Das Gesundheitsbewusstsein in Myanmar ist allgemein sehr schwach ausgebildet und in den meisten Regionen in Myanmar gibt es keinen Zugang zu adäquaten Gesundheitseinrichtungen. Viele Krankheiten könnten durch vorbeugende und regelmäßige Gesundheitsversorgung verhindert bzw. schneller geheilt werden.

Deshalb wurden im Rahmen eines Vorgängerprojekts mobile
Gesundheitscamps in Yangon vom lokalen Team der Sonne International
durchgeführt. Aufklärungsgespräche bzgl. Hygiene und Gesundheit waren
Teil der Gesundheitscamps. Diese mobilen Gesundheitscamps haben sich als
eine sehr effiziente Methode herausgestellt, um einerseits Krankheiten
rasch diagnostizieren zu können und andererseits auch Behandlungen in
Krankenhäusern ermöglichen zu können.

An sechs verschiedenen Projektstandorten wird 3-mal im Monat ein
mobiles Gesundheitscamp vom Doktor und der Krankenschwester
durchgeführt. Die Patienten werden untersucht und bei Bedarf werden
Medikamente kostenlos ausgehändigt. Dringend benötigte Medikamente
werden zur Verfügung gestellt, bei schweren Krankheiten organisiert das
Projektteam eine Überstellung ins Krankenhaus. Auch die Kosten von
Spezialbehandlungen (z.B. Operationen) bzw. Krankenhausaufenthalten,
Transport und Nachbetreuung werden von diesem Projekt getragen. Einmal
im Jahr werden Hygieneartikel an bedürftige Waisenkinder verteilt, um
präventiv Krankheiten vorzubeugen. Durch dieses Projekt werden mehrere
hundert arme Kinder und Jugendliche in Yangon weiterhin monatlich Zugang
zu einer Gesundheitsversorgung bekommen.
Diese Kinder sind
permanenten Gesundheitsrisiken ausgeliefert, da sie täglich mehrere
Stunden auf ihren bloßen Füßen unterwegs sind, um Müll zu sammeln, um
einen kleinen Zusatzverdienst zum Familieneinkommen beizutragen.

Wider die Gewalt – Spende von € 10.000,-

Der Verein Wider die Gewalt hat uns 2019 auch wieder um Unterstützung gebeten. Mit einer Spende in Höhe von € 10.000,-- wurde diese Mal das Kinderschutzzentrum Salzburg unterstützt. Wenn Kinder oder Jugendliche Opfer von Gewalt und Missbrauch werden, benötigen sie rasch, unbürokratisch und kostenlos Unterstützung und psychologische Hilfe. Sie benötigen sicher und verlässliche Gesprächspartner, die ihnen dabei helfen, über das Erlebte sprechen, es verstehen und verarbeiten zu können.

Die Mitarbeiter/innen des Kinderschutzzentrums Salzburg sind speziell geschult und durch jahrelange Erfahrung darin geübt, insbesondere Kindern, die in sozial benachteiligten Familien aufgewachsen sind und für die herkömmliche psychotherapeutische Angebote nicht zur Verfügung stehen, eine qualitativ hochwertige Hilfe zu bieten. Krisenhilfe beinhaltet dabei, dass Kinder und Jugendliche nach einem Gewaltvorfall – körperliche Misshandlung, sexueller Missbrauch oder Vernachlässigung – zeitnah klinisch-psychologische Unterstützung erhalten, um mit den akuten Folgen des Erlebten in der aktuellen Lebenssituation umgehen zu können.

MOMO Wiens mobiles Kinderhospiz – Spende € 5.000,-

MOMO wurde 2013 aufgrund des hohen Bedarfs an Hospiz- und Palliativversorgung von Kindern und Jugendlichen in Wien gegründet. MOMO versorgt Kinder und Jugendliche, die lebensbedrohlich oder lebensverkürzend erkrankt sind. Mit einer Spende von € 5.000,-- ermöglichen wir über 60 Hausbesuche des multiprofessionellen Teams bei Familien, in denen ein Kind mit einer lebensverkürzenden Krankheit lebt.

ASO und Sonderschule für schwertbehinderte Kinder - Spende € 2.376,-

Durch unseren Beitrage wird die Sonderschule für schwerstbehinderte Kinder am Stefan-Esders-Platz Nr 1 mit „Psychomotorik Ausstattung“ unterstützt. Diese Ausstattung wird speziell für die Förderung der Entwicklung von Ich- und Sozialkompetenz eingesetzt. Die Anfrage erhielten wir über die Österr. Schulsporthilfe.