Die Corona-Krise hat massive Auswirkungen auf Ihre Altersvorsorge. Der ohnehin hohe Staatszuschuss für die gesetzlichen Pensionen steigt deutlich. Das erhöht den Druck, künftige Pensionsleistungen einzuschränken. Es wächst dadurch im Gegenzug die Bedeutung der privaten Vorsorge.

In Folge des aktuellen Wirtschaftseinbruchs wird bereits deutlich mehr Geld gespart. Allerdings liegen große Teile des Vermögens praktisch ohne Zinsen herum. Jetzt ist eine gute Zeit, die persönliche Anlage- und  Vorsorgestrategie zu überdenken, um der Nullzinsfalle zu entkommen.  

Pensionsantritte pro Jahr

Das staatliche Pensionssystem steht schon länger unter Druck. Ein Grund ist der Wechsel geburtenstarker Jahrgänge in den Ruhestand.  Auch die steigende Lebenserwartung hinterlässt deutliche Spuren.

Diese Problematik wird sich auch in den kommenden Jahren aufgrund der Baby-Boomer-Jahre fortsetzen. Hinzu kommt, dass sich die Zahl der Beitragszahler kontinuierlich verringert. Waren es im Jahr 2006 noch 3 Beitragszahler je Pensionist, sollen es im Jahr 2030 nur noch 2 pro Kopf sein.

Das ist auch im Bundesbudget erkennbar. Selbst mit einer guten Konjunktur und kräftig sprudelnden  Beitragszahlungen ist ein Zuschuss für die staatlichen Pensionsversicherungen im Milliardenbereich notwendig. Dabei sind die Kosten für die Beamtenpensionen in Höhe von 10,2 Milliarden in 2020 noch nicht mit eingerechnet.  Insgesamt investiert der Staat somit jährlich 21 Milliarden € in das Pensionssystem.

In der Grafik ist eine kräftige Zunahme von sieben bis acht Prozent pro Jahr ersichtlich. Hinzu kommt, dass die Zusatzkosten der Corona-Krise im Kapitel Pensionen im Bundesbudget 2020 noch gar nicht einkalkuliert sind. Die Beiträge der Versicherten reduzieren sich aufgrund von Arbeitslosigkeit und Einnahmeausfällen bei den Selbstständigen stark.

Kurzfristig deckt zwar der Bund alle Mehrkosten für die staatlichen Pensionen ab. Das ist aber nur die halbe Wahrheit: Irgendwann muss der Staat neue Sparpakete schnüren, um die explosionsartig gestiegenen Staatsschulden wieder abzutragen. Finanzminister Gernot Blümel rechnet schon mit einer  Zehnjahresfrist, bis die Corona-Schulden wieder abgetragen sind. Und die Sparmaßnahmen werden vor der Altersvorsorge,
dem mit Abstand größten Budgetposten, nicht haltmachen.

Zuschuss Pensionsversicherung

Was haben all diese Fakten letztlich für Konsequenzen?

Die Leistungen werden für künftige Pensionisten  niedriger ausfallen, die Folgen der Corona-Krise werden noch in Jahrzehnten spürbar sein. So besteht bei jungen Berufstätigkeiten auch die Gefahr, dass die Karriere durch einen verzögerten Start schlechter verläuft als in der Generation ihrer Eltern. Die zweite Säule der Altersvorsorge, die  Betriebspension, wird diese Verluste nicht ausgleichen können.

Erstens haben nur 23 Prozent aller Arbeitnehmer überhaupt Anspruch auf eine Firmenpension. Zweitens verringert die heftige Wirtschaftskrise zumindest vorübergehend den Wert der Veranlagungen. Hier ist dementsprechend durch den Corona-Effekt mit Kürzungen zu rechnen. Es bleibt also vor allem die dritte, die private Säule der Vorsorge, um die eigene finanzielle Zukunft selbstbestimmt zu sichern. Das, was derzeit durch Corona steigt, ist die private Sparquote und zwar in ganz Europa.

Aus Angst vor schlechten Zeiten wird von den Konsumenten jeder Euro mehrfach umgedreht und lieber auf die hohe Kante gelegt. In Zahlen ausgedrückt: In der Eurozone wurden von 100 Euro verfügbarem Einkommen im Jahr 2019 im Schnitt 12,80 Euro gespart. Heuer rechnet die EU- Kommission in einer Prognose, dass mit rund 19 Euro ein erheblich höherer Anteil auf die Bank wandert.

Spareinlagen

Das Problem: Dort gibt es praktisch keine Zinsen mehr. Das spielt zwar für ein paar Monate keine große Rolle. Auf Dauer ist aber das Nullzins-Sparen nach Abzug der Inflation eine sichere Kaufkraftvernichtung.

Im aktuellen Niedrigzinsumfeld braucht es 600 Jahre (!), bis man seine Spareinlagen verdoppelt hat. Dabei ist die  Inflation noch gar nicht berücksichtigt, der größte Feind der Sparer!

In der Grafik ist erkennbar, dass der Geldwert am Konto bei zwei Prozent Jahresinflation nach 35 Jahren, in den meisten Fällen also mitten im Pensionsalter, die Hälfte der Kaufkraft verloren hat.

Wie sich ganz aktuell zeigt, ist in krisenhaften Wirtschaftslagen ein Finanzpolster besonders wichtig. Als Liquiditätsreserve für einen unerwarteten Geldbedarf macht das Sparbuch weiterhin Sinn.  

Kapitalverlust

Langfristig können aber nur höhere Renditen dafür sorgen, dass die Kaufkraft des Vermögens erhalten bleibt oder sogar ordentlich steigt. Jeder kleine monatliche Beitrag kann über den langfristigen Zinseszinseffekt
die eigene Zukunft absichern helfen und schafft finanzielle Unabhängigkeit in schwierigen Wirtschaftslagen und auch von politischen Entscheidungen. Jetzt ist eine gute Gelegenheit, die persönliche Anlage- und Vorsorgestrategie zu überprüfen und selbstbestimmt die richtigen Entscheidungen zu treffen. Ein wichtiger Schritt ist, den eigenen Auszug des staatlichen Pensionskontos einzuholen und sich auch von einem Experten beraten zu lassen, mit welcher Kaufkraft tatsächlich bei Pensionsantritt zu rechnen ist.

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