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Der Weg zur eigenen Wohnung

Für Studierende und junge Berufstätige spielt die Geldfrage auf dem Weg zur eigenen Wohnung eine wichtige Rolle. Sie ist auch ausschlaggebend für die Entscheidung zwischen Miete und Kauf. In beiden Fällen ist eine gute Planung die beste Voraussetzung, um selbstbestimmt zu bleiben.

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Mietwohnung, Wohnungsgemeinschaft oder Kauf? Nicht nur, wenn man jung ist, ist die Entscheidung für die richtige Wohnung auch eine Geldfrage. Bevor es auf Wohnungssuche geht, sollte man einen Finanzplan erstellen und auflisten, wie viel Geld tatsächlich zur Verfügung steht. Unter bestimmten Voraussetzungen gibt es auch Förderungen. Grundsätzlich sollten die Ausgaben für Wohnen nicht mehr als ein Drittel des monatlichen Gesamtbudgets ausmachen. Laut der aktuellsten EU-weiten Erhebung zu Einkommen und Lebensbedingungen liegt der Wohnkostenanteil der 20 bis 39-jährigen Österreicherinnen und Österreicher bei fast 40 Prozent, wobei hier auch Betriebskosten, Zinsen für Kredite, Heizung und Instandhaltungskosten dazugerechnet werden.

Genauso wichtig wie der Finanzplan ist das Wissen um die eigenen Wünsche:

  • Möchte ich alleine oder in einer Wohnungsgemeinschaft leben?
  • Wie viele Zimmer sollte die Wohnung haben?
  • Welche Lagen kommen in Frage?
  • Wie wichtig ist die Anbindung an den öffentlichen Verkehr?

In der Regel ist es vorteilhaft, seine Anforderungen nicht zu genau festzulegen. So können Wohnungen in einem angrenzenden Bezirk manchmal wesentlich günstiger sein.

Flexibilität bei der Miete

Für Studierende oder junge Berufstätige stellt die Miete oft die beste Option dar. „Junge Menschen sind in der Regel sehr flexibel, was ihren Job, den Wohnort oder auch Beziehungen angeht. Ändert sich daran etwas, ändert sich auch schnell das Wohnbedürfnis. Die Miete ist hier ebenfalls flexibel: Der Mieter hat vom Gesetz her die Möglichkeit, nach Ablauf eines Jahres einen befristeten Vertrag mit einer Frist von drei Monaten und einen unbefristeten Vertrag mit einer Frist von einem Monat zu kündigen“, erklärt Michael Pisecky, Obmann-Stellvertreter des Fachverbands Immobilien- und Vermögenstreuhänder in der Wirtschaftskammer Österreich (WKO). Auf der anderen Seite können aber auch die Mietverhältnisse durch den Vermieter befristet werden. In der Regel belaufen sich die Fristen auf drei oder fünf Jahre.

Eigentum statt Miete - Eine Investition in die Zukunft

Wenn man langfristig plant, kann es Sinn machen, eine Wohnung zu kaufen. Vor allem die Fixkosten fürs Wohnen sind damit auf lange Sicht günstiger als bei der Miete. Wird eine etwaige Vermietung der Wohnung mitgeplant, hält man sich zudem die Chance offen, damit auch Geld zu verdienen.

Als junger Mensch ist der Kauf einer Wohnung jedoch schwer aus der eigenen Tasche zu stemmen. Abgesehen vom eigentlichen Kaufpreis fallen noch Nebenkosten wie Grunderwerbsteuer, Maklerprovision oder Kosten für die Kaufvertragsabwicklung an, die in Summe circa zehn Prozent des Kaufpreises ausmachen. „Zumindest 20, besser 30 Prozent des Kaufpreises sollte man mit Eigenmitteln zahlen können“, sagt Pisecky.

Dabei steht die Kreditaufnahme momentan unter einem guten Stern. Beschafft man sich nähere und verlässliche Informationen zur Kreditaufnahme bei einem Finanzdienstleister, macht man einen weiteren Schritt hin zu mehr Selbstbestimmung und finanzieller Zuversicht.

 

„Langfristige Fixzinsen von weniger als zwei Prozent sind derzeit möglich und bieten eine sichere Planbarkeit. So muss man auch als junger Mensch nicht vor einem Kredit zurückscheuen."

original Mag. Joachim Seebacher CMO Swiss Life Select

Der Vorteil eines Eigenheims liegt aber auch in der Wertsteigerung des Objekts.  „Es ist eine Form der Vermögensanlage“, so Pisecky. „Man sollte die Wohnung aber nicht nach drei Jahren wieder verkaufen, weil die Wertsteigerung in diesem Zeitraum nicht so hoch ist, dass man den ursprünglichen Kaufpreis samt Nebenkosten wieder zurückbekommt. Darüber hinaus muss man an die Immobilienertragssteuer denken, die auf den Wertzuwachs erhoben wird“, sagt der Experte.

Wer eine Wohnung kauft, sollte diese also mindestens zehn Jahre behalten.

Wer bei der Wohnungswahl selbstverantwortlich vorgeht, denkt außerdem an einen möglichen Familienzuwachs oder künftigen Berufswechsel. Der Blick in die eigene Zukunft und eine gute Beratung sind also sehr förderlich bei der Entscheidung „Miete oder Eigentum“. 

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