Finanz-Barometer: Umfrage unter Finanzberatern zum 1. Quartal 2017

16.05.2017

Die ersten österreichischen Babyboomer starten in ihre letzten Arbeitsjahre. Österreichweit ist ein Übergang dieser Generation in den Ruhestand bereits seit Jahren im Gange, was sowohl die Pensionssysteme als auch die Kunden von Swiss Life Select in zunehmendem Ausmaß vor große Sorgen stellt. Dies zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Beraterumfrage vom österreichischen Marktführer unter den Finanzberatern.

Swiss Life Select hat bei ihren österreichweit rund 290 Finanzberatern die aktuelle Stimmung ihrer Kunden zu Finanzthemen nach Ablauf des ersten Quartals 2017 erhoben. Der neue Finanzbarometer zeigt, dass deutlich mehr als zwei Drittel der befragten Berater (85 %) angeben, dass sich ihre Kunden derzeit am meisten über das Pensionssystem sorgen. Gleich danach folgt mit rund 70 % eine eher negative oder negative Einstellung zur politischen Entwicklung in Österreich. Etwas mehr als die Hälfte der eigenen Kunden ist nach Einschätzung der Financial Planner vom österreichischen Marktführer unter den Finanzberatern zum Gesundheitssystem eher negativ eingestellt. Demgegenüber wird der persönliche Lebensstandard mit über 41% als optimistisch bewertet und auch insgesamt als neutral beziehungsweise kaum negativ beurteilt. Immerhin rund ein Viertel meint, ihre Kunden stufen die wirtschaftliche Entwicklung derzeit als optimistisch ein.

Steigende Inflation hat noch kaum Auswirkungen auf das Finanzverhalten
Erstmals wurden die Finanzberater nach der steigenden Inflation als Einflussfaktor auf das Finanzverhalten der Kunden gefragt. Nur rund 13 % geben an, dass diese bereits großen Einfluss auf das Finanzverhalten habe. Nach wie vor ist das Niedrigzinsumfeld das beherrschende Thema bei der Auswahl von Finanz- und Vorsorgeprodukten (rund 49%), aber auch die unruhigen weltpolitisch und –wirtschaftlichen Zeiten (Brexit, Terrorismus etc.) haben mit über 30% einen signifikanten Einfluss auf das Finanzverhalten der Bevölkerung.

Initiativen zur Schaffung von Wohnungseigentum begrüßenswert
Demgemäß sind der Trend sowie der Beratungsbedarf der Kunden nach dem ersten Quartal nach Einschätzung der Swiss Life Select-Experten mit rund 37% bei der Absicherung von Risiken am höchsten. Über ein Viertel sucht aktiv nach Investmentlösungen, rund ein Fünftel befasst sich mit Vorsorgelösungen, knapp gefolgt von Fragen zum langfristigen Vermögensaufbau. „Hier sehen wir auch deutlich, dass der Erwerb von Eigentum oder Investitionen in die eigene Immobilie auf Grund der niedrigen Kreditzinsen nach wie vor sehr gefragt ist. Passend dazu suchen die Kunden nach wie vor stark die Unterstützung bei Finanzierungslösungen mit fixer Verzinsung. Daher begrüßen wir auch politisch motivierte Initiativen, die die Schaffung von Wohnungseigentum fördern oder generell die Stimmung gegenüber Eigentum verbessern“, resümiert Christoph Obererlacher, CEO von Swiss Life Select.

Der Stimmungsbarometer der Financial Planner im Überblick:

  • KundInnen sehen Entwicklung des Pensionssystems (85 %) sehr negativ. Gefolgt von politischen Entwicklung in Österreich (70%).
  • Der eigene Lebensstandard wird aktuell als positiv bewertet (41 %). Die steigende Inflation hat kaum Auswirkungen auf das Finanzverhalten (13 %).
  • Das aktuelle Niedrigzinsumfeld hat erheblichen Einfluss (rund 49 %) auf die Auswahl von Finanz- & Vorsorgeprodukten.
  • Wachsendes Interesse an Risikoabsicherung – forciert durch die öffentliche Diskussion über die Finanzierbarkeit der Pflege im Zusammenhang mit der hohen Lebenserwartung.
  • Persönliche Beratung (93%) & kompetente Aufklärung (53%) sind erwartungsgemäß die größten Pluspunkte bei den KundInnen.
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