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(Finanz)Wissen schützt vor Torheit nicht!

22.03.2017

Trotz anhaltender Niedrigzinslage und steigender Inflation setzen die Österreicher beim Thema Vorsorge nach wie vor auf konservative Produkte – und das, obwohl sie es besser wissen, wie die aktuelle GfK-Studie im Auftrag von Swiss Life Select zeigt.

Wien, am 22. März 2017 – Im aktuellen Nullzins-Dilemma bei gleichzeitig steigender Inflation stellt sich für Österreichs Bevölkerung eine Frage mehr denn je: Was tun mit dem Geld? Obwohl der Zins auf Sparbücher schon seit Jahren unter der Inflationsrate liegt, lassen die Österreicher nicht davon ab, im Bereich der Vorsorge und Veranlagung ihr Geld auf das altbewährte Sparbuch zu legen. Das verdeutlicht eine aktuelle Studie, die GfK im Auftrag des österreichischen Finanzberatungsunternehmens Swiss Life Select im Februar unter 1.000 Österreicherinnen und Österreichern durchgeführt hat.

Bargeld zur Vorsorge gewinnt an Beliebtheit

Das Sparbuch/Sparkonto ist auch 2017 nach wie vor das beliebteste Vorsorgeprodukt der Österreicher (70 %), gefolgt vom Bausparvertrag (57 %) und der Lebensversicherung (47 %). Auch der sprichwörtliche Sparstrumpf unter der Matratze erlebt im Vergleich zum Vorjahr einen erheblichen Aufschwung: für immerhin 4 von 10 Befragten stellt das Bargeld bzw. der Notgroschen eine adäquate Form der Zukunftsvorsorge dar. Als die sichersten Anlagemöglichkeiten beurteilen die Österreicher Immobilien, Sparbuch/Sparkonto, Bausparvertrag sowie Bargeld. Wertpapiere werden hingegen als risikoreich, dafür aber als Anlage mit der höchsten Ertragsmöglichkeit gesehen.

Finanzwissen „befriedigend“ – Vorsorgeverhalten „nicht genügend“

Interessant ist, wie sich das konservative Vorsorgeverhalten zum Finanzwissen der Österreicher verhält. Um das Know-how bei Finanzthemen ist es nicht schlecht bestellt, zeigen die Studienergebnisse. So konnten etwa acht von zehn Personen Fragen zur Betragsentwicklung unter Berücksichtigung der Inflation richtig beantworten. Sieben von zehn Befragten wussten außerdem, worum es sich bei den Begriffen „Dividende“ und „Rendite“ handelt.

Zwei Drittel der Befragten ist es sehr oder zumindest eher wichtig, über die verschiedenen Investitions- und Vorsorgeprodukte gut informiert zu sein. Dabei ist das eigene Finanzwissen für 73% der Männer und für 56 % der Frauen sehr oder zumindest eher wichtig. Jeder zweite empfindet das eigene Wissen im Finanzbereich als durchschnittlich: 48 % bei den Männern, 56 % bei den Frauen. Jeder dritte Mann und jede siebte Frau schätzt das eigene Finanzwissen sogar als deutlich oder eher überdurchschnittlich ein. Insbesondere die Altersgruppe 60+ hält sich für überdurchschnittlich informiert was das Wissen zu verschiedenen Finanzthemen betrifft.

Trends: Welche Produkte 2016 nachgefragt wurden

Der Blick auf die abgeschlossenen Verträge der Swiss Life Select-Kunden ergibt folgenden Produkt-Trend für das vergangene Jahr: Fast 19 % der Kunden haben sich bis Ende Dezember für die regelmäßige Einzahlung in einen Investmentfonds entschieden. Bei der Fondsauswahl kooperiert Swiss Life Select mit den namhaftesten Investmentgesellschaften und selektiert laufend die besten Fonds nach Themen, Branchen und Regionen. Immerhin fast 34 % der Kunden vertrauen hinsichtlich ihrer persönlichen Vorsorge auf eine fondsgebundene Lebensversicherung und 25,5 % haben sich mit einer Sach-, Unfall- oder Krankenversicherung gegen diverse Risiken abgesichert. Mit knapp 10 % hat im Jahr 2016 auch der Verkauf von Bank- und Finanzierungsprodukten zugelegt. “Dass immer mehr Kunden auf unseren Financial Planning Ansatz zurückgreifen und ihre langfristigen Anlagestrategien gemeinsam mit unseren Beratern individuell auf ihre Lebenssituation abstimmen, ist besonders erfreulich“, meint Christoph Obererlacher, CEO von Swiss Life Select

Bewusstsein für Finanz- & Vorsorgethematik schärfen!

Bereits zu Jahresbeginn präsentierten die Swiss Life Select-Berater in einem Finanzbarometer ihre Erfahrungen aus den Gesprächen mit über 96.000 Kunden. Sie stellten fest, dass viele Menschen einfach wenig Vertrauen in die Chancen von Wertpapierveranlagungen haben. Dies hat speziell in Österreich auch mit dem negativen öffentlichen Klima gegenüber Aktien zu tun, die oftmals in die Spekulationsecke gedrängt werden. Das ist nach Überzeugung der Swiss Life Select-Experten ein wesentlicher Grund für das eher konservative Anlage- und Vorsorgeverhalten der Bevölkerung.

„Die GfK-Studie wie auch unsere internen Erhebungen belegt, dass bei der Bevölkerung eine Diskrepanz zwischen Finanzwissen und Vorsorgeverhalten besteht. Die Menschen wissen zwar über die anhaltende Niedrigzinslage Bescheid, legen ihr Erspartes aber trotz steigender Inflation dennoch zum Großteil auf ein Sparbuch bzw. Sparkonto. Das zeigt einmal mehr, dass Finanzbranche und Finanzpolitik Anreize schaffen und Alternativen zu den klassischen Vorsorgeprodukten anbieten müssen. Es ist wichtig ein starkes Bewusstsein zu schaffen, damit die Menschen ihr Anlageverhalten mehr hinterfragen. Insbesondere im Hinblick auf die steigende Lebenserwartung braucht es ermutigende Anreize für ein positives Spar- und Vorsorgeverhalten“, kommentiert Christoph Obererlacher, CEO von Swiss Life Select die Studienergebnisse.

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