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Teure Ausbildungen stellen Eltern vor Finanzprobleme

03.09.2018

Eine von Swiss Life Select Österreich in Auftrag gegebene und von marketagent.com durchgeführte Umfrage zu dem Thema „Ausbildungsfinanzierung“ zeigt, dass nur knapp 32 % der Studienteilnehmer die Ausbildungskosten ihrer Kinder durch das eigene Einkommen problemlos abdecken können.

Schultasche, Stifte, Hefte, Klassengeld für Ausflüge, Kopien und Jausengeld sowie Schulmilch. Und meistens auch noch neue Kleidung: Der Schulstart wird für Eltern meist recht teuer. Bis zu 200 Euro kostet allein das Startpaket, je nach Schultyp, laut aktuellen Erhebungen von marketagent.com. Diese Kosten könnten sich allerdings viele Eltern nicht leisten, zeigt die Studie: Nur knapp 32 % der Befragten sehen sich angesichts der Ausgaben zum Schulbeginn in der Lage die Ausgaben ohne staatliche Hilfe zu stemmen. Knapp 38 % sind auf die Familienbeihilfe angewiesen.

„Der Beginn des Schuljahrs aber auch die laufenden Ausbildungskosten für weiterführende Schulen oder Universität ist für viele Familien eine echte Herausforderung. Dennoch können Eltern viel für eine erfolgreiche Bildung tun. Am besten, indem sie früh Geld für die Kleinen beiseitelegen. Allerdings: Klassische Banksparpläne werfen keine oder nur noch mickrige Zinsen ab. Die aktuelle Inflation lässt die Kaufkraft des Angesparten schrumpfen. Daher sollten Mütter und Väter auf eine Anlage an den Finanzmärkten setzen, die langfristig bessere Renditechancen bietet“, weiß Christoph Obererlacher, CEO von Swiss Life Select Österreich.

Oberstufen belasten Familienbudgets am meisten

Arbeitgeber fordern immer bessere Ausbildungen! Dieser Forderung kommen auch viele Schüler nach: Über 36 % der Umfrageteilnehmer geben an, dass ihr Sohn oder ihre Tochter im Schuljahr 2018/19 eine weiterführende Schule bzw. Hochschule besuchen wird. Jedoch: Ohne die Familienbeihilfe könnten 38 % der Befragten die Ausbildungskosten Ihrer Kinder nicht bezahlen. Laut einer Studie der Arbeiterkammer geben Eltern durchschnittlich 1.157 Euro pro Schuljahr für ein Kind an einer BMHS aus, 1.488 Euro sind es sogar an AHS-Oberstufen.

Finanzbildung schon im Vorschulalter
98 % der Bevölkerung sehen das Thema Geldwirtschaft schon während der Schulbildung als wichtig an. Fast alle Befragten sind der Meinung, dass der Umgang mit dem Euro und den damit einhergehenden finanziellen Wünschen den Kindern von klein auf bzw. spätestens ab dem Volksschulalter nähergebracht werden sollte. Dafür gaben die Befragten Taschengeld als ein geeignetes Mittel an. Das brachte eine marketagent.com-Umfrage im Auftrag von Swiss Life Select hervor.

Doch wie viel ist für welches Alter geeignet? Laut Studienergebnissen wären für Volksschüler 10 Euro im Monat angemessen, für Gymnasiasten der Unterstufe, Schüler an polytechnischen Schulen oder anderen Pflichtschulen, sowie weiterführenden Schulen 40 bis 80 Euro, bis hin zu 150 Euro für Studenten. Generell tendieren Männer dazu, dem Nachwuchs mehr Taschengeld zur Verfügung zu stellen.

„Auch wir wünschen uns beim Thema Finanzen mehr Bildung an Schulen, denn finanzielle Fehlentscheidungen können das ganze Leben beeinflussen. Hier beginnt Chancengleichheit! Wert und Nutzen von Geld, Ausgabenplanung, Vorsorge für Risiken und Anlagen - das seien zwar Themen, die nicht „cool“ klingen, aber Jugendliche sehr beschäftigen. Finanzbildungsmaßnahmen sollten im besten Fall in eine umfassende Wirtschaftsbildung eingebettet sein, die bereits im Kindes- und Jugendalter beginnt“, ist Obererlacher überzeugt.

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