Nach dem Buchen ist die Vorfreude auf Strand, Berge und neue Orte bei vielen schon hoch. Vielleicht liegen die Koffer sogar schon bereit? Doch bevor es endgültig heißt „Ab in den Urlaub“, empfiehlt es sich, noch etwas Wichtiges zu regeln: Damit deine wohlverdiente Auszeit nicht durch unerwartete Ereignisse zum finanziellen Albtraum wird, gehört ein Versicherungs-Check zur perfekten Reisevorbereitung dazu. Denn weißt du wirklich, was deine e-Card im Notfall abdeckt? Ob du mit deiner Kreditkartenversicherung wirklich gut fährst? Oder was deine Haftpflichtversicherung leistet?

Wir haben klassische Stolperfallen im Urlaub zusammengefasst:

1. Auslandskrankenversicherung: Mehr als nur die e-card

Viele Reisende verlassen sich innerhalb Europas auf ihre e-card, die blaue Rückseite ist die Europäische Krankenversicherungskarte (EKVK). Und es stimmt: Sie deckt medizinisch notwendige Behandlungen in EU- und EWR-Staaten sowie der Schweiz ab.

Sie hat aber auch entscheidende Lücken:

  • Kein Rücktransport – Ein medizinisch notwendiger Rücktransport oder eine Rückführung im Todesfall ist durch die gesetzliche Krankenversicherung nicht gedeckt. Diese Kosten, die bei einem Ambulanz-Jet schnell 50.000 bis 70.000 Euro erreichen können, müssen ohne Privatversicherung von der Familie getragen werden.
  • Bürokratie - In Ländern mit bilateralen Abkommen (z. B. Türkei, Bosnien, Serbien) muss die EKVK oft vorab gegen einen örtlichen Behandlungsschein eingetauscht werden.
  • Nationale Regeln – Ein Punkt, den viele nicht bedenken: Es werden mit der e-Card nur Leistungen erbracht, die im jeweiligen Land üblich sind – so kann der Behandlungsumfang in z.B. Albanien ein anderer sein als in Österreich Standard wäre.

Noch schwieriger kann es Übersee werden. In Ländern wie den USA können die Behandlungskosten immens werden und hohe Vorleistungen nötig sein – d.h. die Behandlung muss vorab selbst bezahlt werden und das kann sehr teuer werden.

Tipp: Auch die ÖGK empfiehlt eine private Reisekrankenversicherung. In Kombination mit einer Reisestornoversicherung ist diese oft schon für einen geringen Betrag erhältlich und schützt dich vor existenzbedrohenden Kosten.

2. Private Unfallversicherung: Schutz in der Freizeit

Wusstest du, dass die gesetzliche Unfallversicherung nur bei Unfällen am Arbeitsweg oder in der Arbeit bzw. Schule leistet? 80 % der Unfälle passieren allerdings in der Freizeit, also genau dann, wenn wir im Urlaub wandern, tauchen oder Rad fahren. Da jeder Zehnte in Österreich pro Jahr von einem Unfall betroffen ist, ist eine private Unfallversicherung äußerst empfehlenswert, um auch bei Freizeitaktivitäten im In- und Ausland geschützt zu sein.

3. Private Haftpflichtversicherung: Wenn mal etwas schiefgeht

Einmal kurz im Hotelzimmer gestolpert und das teure Bild von der Wand gerissen? Aus Versehen eine Glastür beschädigt? Dein Kind läuft auf die Straße und verursacht einen Unfall? Ohne Haftpflichtversicherung haftest du mit deinem Privatvermögen für Schäden, die Dritten entstehen. Oft ist dieser Schutz in der Haushaltsversicherung inkludiert – doch nicht alle haben eine solche. Wir prüfen gerne für dich, ob du ausreichend geschützt bist!

4. Pro-Tipp für Zuhause: Der 72-Stunden-Check

Bevor du das Haus verlässt, gibt es eine wichtige Regel für alle, die nicht in einem Mehrparteienhaus
wohnen: Wer länger als 72 Stunden abwesend ist, ist verpflichtet, den Hauptwasserhahn abzudrehen. Versäumst du dies und entsteht ein Wasserschaden, kann die Versicherung die Leistung verweigern.

Fazit:

  • Mit Plan in die Pause
  • Ein kurzer Check deiner Polizzen spart im Ernstfall viel Geld und Nerven. Und noch ein Tipp: Mit dem digitalen Finanz-Tool FiLiP von Swiss Life Select hast du deine Versicherungsprämien und Unterlagen auch am Urlaubsort jederzeit griffbereit.

Du bist unsicher, ob dein aktueller Schutz für deine Reiseziele ausreicht? Ein Financial Planner hilft dir dabei, deine Absicherung individuell auf deine Situation und deine Reisepläne abzustimmen. Starte jetzt einfach stressfrei in einen entspannten Sommer!

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