Jedes Jahr befragen wir die Österreicherinnen und Österreicher zu ihrer Einstellung in Sachen Geld und Finanzen. Wie es um ihre finanzielle Selbstbestimmung bestellt ist, was vorausschauende Altersvorsorge damit zu tun hat und alle weiteren Ergebnisse verraten wir euch in diesem Blog.

Finanzielle Selbstbestimmung ist für viele Österreicherinnen und Österreicher ein zentrales Lebensziel – und das unabhängig von Alter, Geschlecht und Wohnort. Die aktuellen Ergebnisse unseres Selbstbestimmungsbarometers* zeigen: Der Wunsch nach Kontrolle über die eigenen Finanzen bleibt hoch, gleichzeitig nehmen finanzielle Sorgen zu und das Vertrauen in die Altersvorsorge sinkt – vor allem bei jungen Menschen. Für uns bei Swiss Life Select Österreich ergibt sich daraus ein klarer Auftrag: Orientierung geben, Wissen vermitteln und eine individuell abgestimmte Finanzplanung.

Finanzielle Selbstbestimmung: Ein starkes Bedürfnis 

89 Prozent der Frauen und 83 Prozent der Männer wünschen sich, ihr Leben finanziell selbstbestimmt führen zu können. Diese finanzielle Selbstbestimmung wird dabei vor allem an drei Faktoren geknüpft: genug Geld zur Verfügung zu haben, eigene Entscheidungen treffen zu können und finanziell abgesichert zu sein. 

Diese Ergebnisse unterstreichen, dass Selbstbestimmung weit über reine Einkommensfragen hinausgeht und eng mit einem generellen Gefühl von Sicherheit, Freiheit und Planbarkeit verbunden ist. Aber: Nur etwa die Hälfte der Menschen in Österreich fühlt sich im Umgang mit den eigenen Finanzen tatsächlich selbstbestimmt. Mit 52 Prozent liegt dieser Wert zwar leicht über dem Wert vom Vorjahr (50 Prozent); jedoch zeigt er, dass es vom Wunsch zur gelebten Realität noch Aufholbedarf gibt.

Finanzielle Sorgen nehmen zu – Planung wird wichtiger

Fast ein Viertel der Befragten macht sich Sorgen um ihre finanzielle Situation – ein leichter Anstieg im Vergleich zum Vorjahr von 21 auf 23 Prozent. Damit gewinnt ein Thema weiter an Bedeutung: die aktive Steuerung der eigenen Finanzen. Immer mehr Menschen sehen es als zentral an, regelmäßig Geld zurücklegen zu können und die eigenen Ausgaben im Griff zu haben; zahlenmäßig liegen wir hier bei etwa einem Drittel der Befragten. Diese Entwicklung spiegelt die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ebenso wider wie ein gestiegenes Bewusstsein dafür, dass finanzielle Sicherheit kein Selbstläufer ist, sondern laufende Aufmerksamkeit erfordert.

Blick in die Zukunft: Zuversicht, nicht ungetrübt

Der Blick nach vorne bleibt dennoch überwiegend positiv – zumindest in finanziellen Belangen. 57 Prozent der befragten Menschen in Österreich blicken optimistisch in die Zukunft, wenn es um ihre finanzielle Situation in zehn Jahren geht.

Dieser Wert ist in der Stadt, auf dem Land und in den Ballungsräumen in etwa gleich, zwischen den Lebensphasen zeigen sich jedoch Unterschiede. Am meisten Pessimismus lässt sich unter den Pensionierten feststellen, von denen nur 44 Prozent zuversichtlich in ihre finanzielle Zukunft schauen.  

Altersvorsorge: Vertrauen bei jungen Menschen eingebrochen

Während 29 Prozent der Gesamtbevölkerung glaubt, dass ihnen ihre staatliche, berufliche und private Vorsorge im Alter ein finanziell selbstbestimmtes Leben ermöglichen wird, liegt der Wert bei jungen Erwachsenen im Alter von 18 bis 29 Jahren nur bei 20 Prozent – und damit um ganze 12 Prozent unter dem Wert vom Vorjahr. 

Eigenverantwortung wächst mit dem Alter

Parallel dazu steigt das Gefühl der Eigenverantwortung mit dem Alter. Knapp die Hälfte der Befragten sieht sich selbst in der Verantwortung für den Erfolg oder Misserfolg ihrer Vorsorge. Dieser Wert steigt mit dem Alter deutlich an. Während 41 Prozent der 18-29-Jährigen diese Verantwortung bei sich sehen, sind es in der Altersgruppe 50 bis 65 bereits mehr als die Hälfte.

Das unterstreicht, wie wichtig frühzeitige Finanzbildung, professionelle Beratung und entsprechendes Handeln schon in der Jugend und zu Beginn der Erwerbstätigkeit sind.

Vorsorgeplanung: Viel Potenzial für Beratung und Wissen

Ein erheblicher Teil der Bevölkerung sieht rückblickend Handlungsbedarf. 23 Prozent sind der Meinung, zu spät mit der Altersvorsorge begonnen zu haben, und mehr als ein Viertel wünscht sich zusätzliches Finanzwissen. Der Anteil jener, die ihren Ruhestand finanziell gut geplant sehen, ist um 1 Prozent gestiegen und bleibt mit 30 Prozent insgesamt niedrig.

In Bevölkerungsgruppen aufgeschlüsselt, machen die Zahlen bekannte Diskrepanzen deutlich: 21 Prozent der Teilzeitbeschäftigten fühlen sich am wenigsten gut vorbereitet, gefolgt von Frauen mit 26 Prozent. 30 Prozent der Erwerbstätigen mit Vollzeit-Job und 35 Prozent der Männer geben dagegen an, gut fürs Alter vorgesorgt zu haben.

Finanzielle Selbstbestimmung braucht Orientierung

Die Ergebnisse vermitteln ein klares Bild: Der Wunsch nach finanzieller Selbstbestimmung ist stark und stabil, doch die Realität hinkt hinterher und Unsicherheiten nehmen zu. Gleichzeitig zeigt sich: Über Finanzen wird wenig gesprochen. Nur rund ein Fünftel der Menschen in Österreich tauscht sich im Familien- oder Freundeskreis über Geldthemen aus. Die meisten Finanzentscheidungen bleiben somit privat und damit auch fehleranfällig.

Genau hier sehen wir unsere zentrale Aufgabe: mit langfristiger Begleitung und professioneller Beratung finanzielle Selbstbestimmung für alle Lebensphasen zu ermöglichen.

* Hinweis zur Studie: Das Swiss Life-Selbstbestimmungsbarometer basiert auf Ergebnissen einer repräsentativen Online-Umfrage von Swiss Life und Bilendi, an der vom 8. bis 16.7.2025 rund 1.500 Personen im Alter von 18 bis 79 Jahren teilnahmen. Die Zahlen sind gerundet.