Hilfe, Black Friday! Händler überbieten einander mit vermeintlichen „Best Deals“, Banner mit „Nur heute!“ explodieren auf Websites und all die “minus 20, 50 oder 70 Prozent”-Aufkleber vermitteln ungeahntes Sparpotenzial. Wir haben sieben Tipps für dich, wie du am Black Friday in keine Finanz-Falle tappst.

1. Lass dich nicht von FOMO antreiben

„Fear of Missing Out“ ist ein effektives Verkaufswerkzeug. Scarcity, also die scheinbare Verknappung mit Aussagen wie “Nur noch wenige Stück verfügbar!” aktivieren unser “Steinzeitgehirn”, das unser Überleben sichert. Darum geht es jetzt aber zum Glück nicht! Bleib stark und stell dir bei jedem Angebot die Frage: Würde ich dieses Produkt auch ohne Rabatt kaufen? Mehr dazu, warum wir bei Sales-Aktionen oft den Kopf verlieren, erfährst du hier.

2. Plane deine Einkäufe schon VOR Black Friday

Überlege dir am besten schon rechtzeitig vor Black Friday, was du wirklich brauchst. Recherchiere die entsprechenden Produkte und ihren Preis, lege dein Budget fest und bleibe dabei. Denk daran: Du sparst kein Geld, wenn du Dinge kaufst, die du nicht brauchst – egal, wie hoch der Rabatt ist.

3. Kauf nur in seriösen Online-Shops

Gerade beim Online-Shoppen verlieren wir gern unsere Hemmungen, auf diesen verführerischen “Jetzt kaufen”-Button zu klicken – vor allem, wenn neben dem Preis “Sie haben 40% gespart” steht. Pass auf, dass es sich um seriöse Anbieter handelt und achte auf Gütezeichen und Sicherheitsmerkmale des Online-Shops. Details findest du in diesem Artikel.

4. Kaufe nicht mehr, als du willst

Der Handel arbeitet häufig mit sogenannten Bundles und “Plus-1-Gratis”-Aktionen: “Kombiniere dieses Produkt mit jenem und du bekommst 50 % Rabatt“. Oder “Kaufe drei und erhalte eins gratis dazu”. Klingt gut, oder? Aber: Häufig sind die Preise so kalkuliert, dass das “kostenlose” oder “vergünstigte” Produkt bereits eingerechnet ist. Und wenn du ehrlich bist: So viel brauchst du gar nicht. Unser Tipp: Bleibe deiner Liste treu, auch bei diesen scheinbar unschlagbaren Angeboten.

5. Prüfe Preise im Voraus

Viele Rabatte sind gar keine. Der Preis wird vorher hochgesetzt, um am Black Friday einen scheinbaren Preisnachlass zu bieten. Prüfe die Preise also schon im Voraus, nicht erst am großen Tag. Preisvergleichsportale wie geizhals.at oder idealo.at können hier helfen, diese Sales-Falle zu vermeiden.

6. Enttarne Shrinkflation

Shrinkflation bedeutet, dass Hersteller die Menge eines Produkts (z. B. Chips, Schokolade
oder Toilettenpapier) reduzieren, während die Verpackungsgröße und der Preis gleichbleiben. Lass dich also nicht von Packungsgrößen ablenken, sondern achte auf die Füllmenge und vergleiche immer den Grundpreis, also den Preis pro 100 Gramm, Kilogramm oder Liter.

7. Achtung vor „Buy Now, Pay Later“ & Co.: Das sind keine Rabatte

Finanzierungsmodelle sind die größten Preisfallen des Black Friday. Ratenkauf oder „Jetzt kaufen, später zahlen“ sind beliebt – aber teuer. Und sie können dich in eine Schuldenfalle treiben, aus der du nur mit harter Arbeit wieder rauskommst. Mehr dazu, wie du moderne Schuldenfallen vermeidest.

Wir wünschen dir einen entspannten Black Friday! Und vergiss nicht: der nächste Sale kommt bestimmt 🙌😉