"Ah, geh – Das Eis kostet doch nur ein paar Euro.", "Die Bootstour machen wir. Man lebt nur einmal!". "Das Hotel mit Meerblick nehmen wir. Wann, wenn nicht jetzt?!" Im Urlaub treffen wir Entscheidungen anders als im Alltag. Großzügiger. Spontaner. Emotionaler. Und das ist auch gut so. Urlaub ist dafür da, Erinnerungen zu sammeln – nicht Kontoauszüge. Doch sobald wir wieder zu Hause sind, meldet sich jemand anderes zu Wort. Das Zukunfts-Ich.
Das Ich, das irgendwann eine Eigentumswohnung finanzieren, früher in Pension gehen, die Ausbildung der Kinder unterstützen oder einfach finanziell entspannter leben möchte. Die spannende Frage lautetdeshalb:
Wer entscheidet häufiger über dein Geld – dein Urlaubs-Ich oder dein Zukunfts-Ich?
Zwei Persönlichkeiten. Ein Konto.
Hinter deinen zwei – teils vielleicht sehr gegensätzlichen – Ichs steckt ein psychologisches Phänomen: Unser Gehirn bewertet unmittelbare Belohnungen deutlich höher als zukünftige Vorteile. Man spricht von der „Present Bias“, der Gegenwartsverzerrung. Wir entscheiden uns also lieber für die kurzfristige Befriedigung und zwar auch dann, wenn sie uns langfristig gar nicht gut tut. Schon einmal zu lange im Serienmarathon geblieben und am nächsten Tag total müde gewesen? Dann kennst du das vielleicht. Auf Urlaub und Zukunft bezogen bedeutet das:
- Heute fühlt sich ein Cocktail am Strand wertvoller an.
- Die private Vorsorge in 10 Jahren scheint weit weg.
- Das neue Smartphone ist greifbar
- Die zusätzliche ETF-Rate wirkt abstrakt.
Aber: Beide Entscheidungen treffen dieselbe Person – nur in einer völlig anderen Stimmung. Das eigentliche Problem ist nicht das Gönnen. Das Wichtigste vorweg: Niemand muss sich schuldig fühlen, Geld für schöne Erlebnisse auszugeben! Im Gegenteil. Erinnerungen machen oft glücklicher als materielle Dinge. Problematisch wird es erst, wenn das Zukunfts-Ich regelmäßig durch die Finger schaut und immer nur das Jetzt gewinnt.
Was würde dein Zukunfts-Ich dir heute sagen?
Stell dir vor, dein Ich in 20 Jahren könnte dir eine Nachricht schicken. Vielleicht würde sie so lauten: "Danke, dass du damals angefangen hast." Oder: "Die 100 Euro im Monat habe ich kaum gespürt. Aber heute machen sie einen riesigen Unterschied." Vielleicht würde dort aber auch stehen: "Schade, dass du immer dachtest, später wäre noch genug Zeit." Die gute Nachricht: Du musst dich gar nicht entscheiden.
Viele Menschen glauben, finanzielle Planung bedeute Verzicht. Das stimmt aber nicht. Es geht darum, BEIDES möglich zu machen:
✔ heute den Urlaub genießen
✔ und gleichzeitig an morgen denken.
Wer langfristig plant, muss sich gerade deshalb im Alltag weniger Gedanken machen. Der Profi-Trick: Bezahle zuerst dein Zukunfts-Ich. Viele erfolgreiche Anleger und Anlegerinnen haben etwas gemeinsam: Sie sparen nicht das Geld, das am Monatsende übrig bleibt. Sie legen zuerst etwas für ihr Zukunfts-Ich zur Seite. Danach heißt es: ohne schlechtes Gewissen einfach genießen! Aus "Vielleicht bleibt etwas übrig" wird: "Für morgen ist gesorgt. Jetzt kann ich den Urlaub genießen."
Wie ausgewogen ist das Verhältnis zwischen deinem Urlaubs-Ich und deinem Zukunfts-Ich?
Noch unsicher, wie du das umsetzen kannst oder wie du bestimmen kannst, was du zum Anlegen zur Verfügung hast? Ein persönlicher Finanz-Check bei Swiss Life Select zeigt dir, wo du heute stehst, welche Ziele realistisch erreichbar sind und wie sich Lebensfreude und finanzielle Sicherheit miteinander verbinden lassen. Es lohnt sich, denn ohne schlechtes Gewissen genießt es sich viel schöner!
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